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Titelbild für den Blogartikel Klavierakkorde für kleine Hände: Töne auf beide Hände verteilen

Klavierakkorde für kleine Hände: Töne auf beide Hände verteilen

Manche gedruckten Akkorde sind weiter, als deine Hand bequem greifen kann. Bevor du Töne änderst oder den Akkord arpeggierst, frage, ob die andere Hand einen Innenton übernehmen kann. Das ist Umverteilung: Tonhöhen und Zeitpunkte bleiben gleich, während ein Ton die Hand wechselt.

Arbeite erst auf Papier und teste die Aufteilung dann mit deiner Lehrkraft. Alle Beispiele sind original; die Zahlen beschreiben die Aufgaben, nicht deine Hände.

Ein Notensystem schreibt keine Hand vor

Im Klaviersystem liest meist die rechte Hand das obere, die linke das untere System. Das ist eine Gewohnheit der Seite, keine Regel der Tastatur. Die Systeme zeigen die Tonhöhen. Wer sie spielt, ist eine zweite Entscheidung, manchmal mit m.d. für rechts und m.s. für links angegeben, vom italienischen mano destra und mano sinistra. Auch die Tonhöhe selbst hängt nicht vom System ab: Das mittlere C ist C4, ob auf einer Hilfslinie unter dem Violinschlüssel oder über dem Bassschlüssel notiert.

Diesen Akkord verwenden wir durchgehend. Das mittlere C ist C4. Links stehen E3 und G3, rechts C4, E4 und C5: eine Oktave mit einem Ton darin.

Karte mit dem Titel „Fünf Töne, und rechts muss eine Oktave greifen“, ein Takt im Klaviersystem in schlichter Druckfarbe. Oben stehen rechts C4 auf der Hilfslinie darunter, E4 auf der untersten Linie und C5 im dritten Zwischenraum. Unten stehen links E3 und G3 in benachbarten Zwischenräumen. Zwei cyanfarbene Klammern rechts markieren die Hände: C4–C5 rechts als Oktave, 12 Halbtöne, 8 weiße Tasten; E3–G3 links als kleine Terz, 3 Halbtöne, 3 weiße Tasten.

Der gedruckte Akkord mit gezählter Spannweite jeder Hand. Rechts umfasst C4–C5 12 Halbtöne oder acht weiße Tasten; links E3–G3 drei Halbtöne oder drei weiße Tasten. Ganze Noten halten die Beispiele übersichtlich: Spiele jeden Akkord gleichzeitig und lasse ihn vier langsame Viertelschläge klingen. Die Karten zeigen getrennte Akkordereignisse, keine fortlaufende metrische Passage.

Auf einer Standardtastatur misst das Oktavintervall 6,5 Zoll (16,5 cm), die Breite von sieben weißen Tasten. C4 und C5 gemeinsam umfassen acht weiße Tasten, von Außenkante zu Außenkante etwa 7,4 Zoll (18,8 cm), laut der Tabelle einer Studie zu Handspannweiten von 473 erwachsenen Pianisten von Rhonda Boyle, Robin Boyle und Erica Booker. Dieselben Autoren warnen, dass eine flach auf einer Fläche gemessene Spannweite nicht zeigt, ob jemand dieses Intervall bequem spielen kann. Deshalb zählt die Lektion Griffweiten, sagt aber nie, wie groß deine sein sollte.

Zwei kleine Hände auf cremefarbenen Tasten eines aufrechten Klaviers mit rotbraunem Gehäuse. Beide in Spielposition, die linke weiter links, die rechte weiter rechts, Fingerspitzen auf weißen und schwarzen Tasten über mehrere Oktaven.

Zwei Hände an einer aufrechten Klaviertastatur. Jede Standardtastatur hat dieselben Tastenmaße: Eine Oktave von C zum höheren C umfasst acht weiße Tasten, von Außenkante zu Außenkante etwa 7,4 Zoll. Foto: zaui/Scott Catron, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons.

Lehrkräfte für kleine Hände nennen diesen Schritt Umverteilung. Lora Deahl und Brenda Wristens Buch Adaptive Strategies for Small-Handed Pianists hat ein so betiteltes Kapitel. Dessen Zusammenfassung beschreibt, rechts gedruckte Töne links zu übernehmen oder umgekehrt, wodurch Probleme kleiner Hände gemildert oder beseitigt werden können. Zuerst ist es Denkarbeit: Die gedruckte Verteilung muss neu organisiert werden. Ein früherer Konferenzbeitrag derselben Autorinnen empfiehlt „Töne zwischen den Händen umverteilen“ und rät von Übungen oder Geräten ab, die eine Vergrößerung der Handspannweite versprechen.

Tabelle mit fünf Quellen und vier Spalten: Quelle, Art, Unterstützung für diese Lektion und nicht belegte Aussagen. Zeilen: Deahl und Wristen 2017, Buch mit Kapitel Redistribution; Wristen und Deahl 2002, Konferenzbeitrag für Musiklehrkräfte; Royal Conservatory of Music 2020, veröffentlichte Prüferantwort; Boyle, Boyle und Booker 2015, Handspannweiten von 473 erwachsenen Pianisten, keine Zufallsstichprobe; Music Encoding Initiative, Richtlinien zur Definition des Arpeggierens. Die letzte, korallenfarbene Spalte nennt, was jede Quelle nicht zeigen kann.

Was die Quellen dieser Lektion tragen können und was nicht: Vier sind Lehr- oder Messquellen, eine ist ein Notationsstandard. Keine kann sagen, was deine Hand greifen kann; dazu muss eine Lehrkraft dich spielen sehen.

Bass, Oberstimme und Innentöne markieren

Benenne vor jeder Verschiebung die Aufgabe jedes Tons. Der Bass ist der tiefste Ton, der oberste der höchste. Oft trägt er die Melodie, doch prüfe die Noten. Dazwischen liegen Innentöne. Hier ist E3 der Bass, C5 der höchste Ton, E4, C4 und G3 sind innen.

Im Klaviersystem: Derselbe eintaktige Akkord mit drei cyanfarbenen Klammern rechts. Oben markiert eine kurze Klammer C5 als obersten Ton; eine lange reicht von E4 über den Systemzwischenraum bis G3 und bezeichnet E4, C4, G3 als Innentöne. Unten bezeichnet eine kurze E3 als Bass und als Terz, nicht Grundton des Akkords.

Oberster Ton, Innentöne und Bass, von hoch nach tief aufgelistet. E3 im Bass ist die Terz von C-Dur; daher ist dies die erste Umkehrung. Die Rollen beschreiben Positionen, nicht den Akkordnamen.

Das Blatt „Dreiklänge und ihre Umkehrungen“ zeigt, warum E im Bass diesen C-Dur-Akkord zur ersten Umkehrung macht.

Warum markieren? Bass und oberster Ton bleiben hier in ihren bisherigen Händen; nur ein Innenton wandert, die musikalische Außenkontur bleibt. Das ist eine Konvention dieser Beispiele, kein Gesetz. Derselbe Konferenzbeitrag empfiehlt, mit dem Daumen eine Tenormelodie auszudrücken: Auch eine Innenstimme kann die Melodie tragen. Liegt eine Melodie innen, behandle sie als unversehrt zu erhaltenden Ton und frage vor einer Neuzuweisung deine Lehrkraft. Das Blatt „Stimmgewichtung und Balance“ erläutert, dass Ausgaben die Melodie oft mit aufwärts gerichteten Hälsen und Innentöne mit abwärts gerichteten Hälsen darstellen.

Setze mit Bleistift ein B für Bass daneben, ein T über den obersten Ton und einen Strich unter jeden Innenton.

Einen Innenton aufteilen

Jetzt die Bewegung: Finde die zu weit greifende Hand, hier rechts mit 12 Halbtönen von C4 bis C5. Ihre Innentöne sind C4 und E4; C5 ist der oberste Ton. Probiere zuerst den der anderen Hand nächsten Innenton, C4, und gib ihn nach links.

Zwei Akkordtakte im Klaviersystem, schlicht gedruckt, mit R.H.- und L.H.-Beschriftung für rechts und links. Zuerst spielt rechts oben C4 E4 C5, links unten E3 G3. Im zweiten Takt steht C4 auf einer Hilfslinie über dem Basssystem: links E3 G3 C4, rechts E4 C5. Ein cyanfarbener Pfeil verbindet beide C4. Darunter stehen die Spannweiten links/rechts in Halbtönen: 3/12, dann 8/8.

Dieselben fünf Klänge E3 G3 C4 E4 C5 vor und nach der Aufteilung. C4 wechselt von rechts nach links. Links wächst die Spannweite von 3 auf 8 Halbtöne, rechts sinkt sie von 12 auf 8. Tonhöhe, Rhythmus und Dynamik bleiben unverändert.

Links spielt nun E3 G3 C4, acht Halbtöne, eine kleine Sexte oder sechs weiße Tasten. Rechts E4 C5 umfasst ebenfalls acht Halbtöne und sechs weiße Tasten. Vorher waren es fünf Töne, nachher ebenso. Nur die ausführende Hand eines Tons änderte sich. Das Blatt „Weiter Akkord? Teile den Innenton“ druckt genau diesen Vorher-Nachher-Vergleich mit Audio.

Warum C4 statt E4? Prüfe die Alternativen. Nähme links E4, läge es über dem rechten C4 und die Hände kreuzten sich. Nähme links C4 und E4, müsste sie vier Töne über 12 Halbtöne greifen.

Im Klaviersystem: Drei Akkordtakte mit verschiedenen Verschiebungen nach links. Erstens C4 verschoben: links E3 G3 C4, rechts E4 C5, je acht Halbtöne, als passend bezeichnet. Zweitens E4 verschoben: links E3 G3 E4, rechts C4 C5, als Kreuzung markiert, da linkes E4 höher als rechtes C4 liegt. Drittens C4 und E4 verschoben: links E3 G3 C4 E4, rechts allein C5, als zu weit mit vier Tönen über 12 Halbtöne bezeichnet.

Drei Versuche mit rechten Innentönen. Nur das Verschieben von C4 vermeidet Handkreuzung und hält beide Spannweiten innerhalb von acht Halbtönen. Die anderen erhalten alle Töne, verletzen aber die Handregeln – deshalb sind diese wichtig.

Ein Halbton ist ein Schritt zur nächsten Taste, schwarz oder weiß. Beginne unten bei null und zähle jeden Schritt bis zum höheren Ton. E3–C4 braucht acht Schritte. Die sechs weißen Tasten E–F–G–A–H–C sind eine andere Zählung mit beiden Endpunkten. Die Grundlagenreferenz der Central Washington University erklärt Halbtöne und inklusive Intervallzählung.

Hier ist der gesamte Ablauf.

  1. Finde die weiteste Hand und zähle ihre Halbtöne.
  2. Markiere Bass und obersten Ton. Sie bleiben an ihrem Platz.
  3. Liste die Innentöne der weiten Hand auf und versuche zuerst den der anderen Hand nächsten.
  4. Zähle beide Spannweiten und dann die Töne erneut. Die Gesamtzahl darf sich nicht ändern.
  5. Spiele mit deiner Lehrkraft, die die Lösung behalten, ändern oder etwas anderes wählen kann.

Von 30 Zuordnungen, die jeder Hand mindestens einen dieser fünf Töne geben, setzen vier alle linken Töne unter alle rechten. Nur eine hält zugleich beide Spannweiten innerhalb von acht Halbtönen.

Lektion und Handout nutzen ein Aufgabenlimit von acht Halbtönen. Die Übung druckt neben jede Aufgabe ihr Limit, teils sieben. Das sind Übebedingungen, keine Messwerte deiner Hände. Die veröffentlichte Antwort des Royal Conservatory zum Unterrichten von Lernenden mit kleinen Händen fordert Lehrkräfte auf, Alter, Reife und körperlichen Zustand zu berücksichtigen. Der Konferenzbeitrag verlangt, jede Schmerz- oder Ermüdungsklage ernst zu nehmen. Das wirkliche Limit entscheidet daher deine Lehrkraft.

Zwei Tastaturstreifen E3–C5, dreizehn weiße Tasten mit üblichen schwarzen Gruppen. Oben „Wie gedruckt“: E3 G3 C4 E4 C5 schattiert; Klammer E3–G3 links mit 3 Halbtönen, 3 weißen Tasten; C4–C5 rechts mit 12 Halbtönen, 8 weißen Tasten. Unten „Aufgeteilt“: dieselben fünf Tasten; links E3–C4 mit 8 Halbtönen, 6 weißen Tasten; rechts E4–C5 ebenfalls 8 und 6. Im aufgeteilten linken Bereich zählen Beschriftungen 0 bis 8 die Tasten E, F, Fis, G, Gis, A, Ais, H und C (international E, F, F-sharp, G, G-sharp, A, A-sharp, B, C).

Dieselben fünf Tasten in beiden Zeilen. Die Aufteilung ändert die spielende Hand, erhält aber notierte Tonhöhen und Zeitpunkte. Weiße Tasten werden von der tiefsten bis zur höchsten jeder Hand einschließlich beider gezählt.

Die gesamte Form zu verschieben ändert die Idee nicht. Erhöhe jeden Ton um eine reine Quarte, vier Namen inklusive Endpunkten bzw. fünf Halbtöne: C-Dur wird F-Dur. Links A3 C4, rechts F4 A4 F5. Jetzt wechselt F4 die Hand, danach greifen beide acht Halbtöne. Alle fünf Töne sind weiße Tasten, die Zählungen entsprechen C-Dur. Bei schwarzen Tasten bleiben die Halbtonzahlen gleich, die Handform aber nicht; teste jeden Tonartfall einzeln.

Im Klaviersystem: F-Dur-Version in zwei Takten. Gedruckt links A3 C4, rechts F4 A4 F5. Aufgeteilt steht F4 im Basssystem: links A3 C4 F4, rechts A4 F5. Ein cyanfarbener Pfeil markiert den Wechsel, unter jedem Takt stehen links/rechts 3/12, dann 8/8 Halbtöne. Eine Zeile nennt die fünf um reine Quarten versetzten Töne: E3→A3, G3→C4, C4→F4, E4→A4, C5→F5.

Das gesamte Ereignis eine reine Quarte höher. F4 wechselt die Hand, Spannweiten wie bei C-Dur: rechts von 12 auf 8, links von 3 auf 8 Halbtöne. Namen ändern sich, Form und Zählungen nicht.

Beide Handaufgaben gemeinsam prüfen

Eine gut aussehende Aufteilung kann falsch sein. Prüfe vier Dinge der Reihe nach: Klänge zählen, fünf vorher und nachher, jede Tonhöhe einmal in richtiger Oktave. Töne platzieren: Bass links, oberster Ton rechts, keine Kreuzung. Spannweiten gegen das Lehrerlimit prüfen. Dann hören: ursprüngliche Anschläge, Dauern, Loslasszeitpunkte und Balance einschließlich Haltebögen und Artikulation erhalten. Ein gehaltener Ton darf nicht allein wegen geänderter Handzuweisung erneut angeschlagen werden.

Vier Karten mit Symbol und kurzer Anweisung: 1 Zählen, fünf Klänge vorher/nachher, jede Tonhöhe einmal in richtiger Oktave; 2 Platzieren, Bass links, oberster Ton rechts, Hände nie gekreuzt; 3 Greifen, jede Hand innerhalb ihres Lehrerlimits; 4 Hören, Anschläge, Dauern, Loslassen und Balance angleichen. Ein cremefarbener Balken darunter: Dann prüfen, was jede Hand als Nächstes tun muss.

Die vier Prüfungen nach einer Verschiebung, in dieser Reihenfolge. Die ersten zwei gehen mit Bleistift auf Papier; die letzten zwei brauchen eine Tastatur und für das Limit der dritten die Lehrkraft.

Vergleiche diese Umschriften Ton für Ton, auch wenn es insgesamt fünf bleiben.

Im Klaviersystem: Vier beschriftete Takte des aufgeteilten Akkords. Richtig: links E3 G3 C4, rechts E4 C5. Falsche Oktave: links C3 E3 G3, C eine Oktave zu tief. Zusatzton: rechts E4 G4 C5, zweites G hinzugefügt. Fehlton: rechts nur C5, E4 weggelassen. Jeder Takt nennt seine Töne und den Fehler.

Drei Umschriften bestehen die Spannweitenprüfung, ändern aber Tonhöhe oder Tonzahl: C3 ersetzt C4, G4 kommt hinzu, E4 fehlt. Vergleiche jede Tonhöhe und Oktave, nicht nur die Gesamtzahl. Die falsche Oktave ändert auch den Bass von E3 zu C3.

Aufnehmen hilft. Lass den ursprünglichen Akkord von einer Lehrkraft oder einem Freund spielen, der ihn greifen kann, oder nutze das Audio. Nimm dann deine Aufteilung mit dem Telefon auf. Höre beide mit geschlossenen Augen. Bei Unterschieden prüfe zuerst Tonhöhen und gleichzeitige Anschläge, dann Dauern und Stärke jedes Tons. Behalte die ursprüngliche Balance des übertragenen Innentons unter der Melodie.

Prüfe den Weg hinein, die volle notierte Akkorddauer und den nächsten Einsatz. In diesem hypothetischen Test ohne Pedal muss links C4 von Schlag 1 bis 5 halten und zugleich auf 3 E2 spielen. Das verlangt eine unter den Handlimits dieser Lektion unmögliche gleichzeitige Spannweite; überdenke die Aufteilung.

Originalzeitachse ohne Pedal: links hält C4 von Schlag 1 bis 5 und muss auf 3 auch E2 spielen. Nötige gleichzeitige Spannweite: 20 Halbtöne, mehr als das Acht-Halbton-Limit. C4 wird auf 5 losgelassen, E2 derselben Hand setzt zwei Schläge früher ein.

Ohne Pedal kommt das linke E2 zwei Schläge, bevor dieselbe Hand C4 loslassen darf. Die Prüfung des isolierten Akkords übersieht diese Überlappung.

Teste nach einer Aufteilung auch den Fingersatz. Ein Kandidat links für E3–G3–C4 ist 5–3–1, rechts für E4–C5 1–5. Das sind Versuchszahlen, keine Vorschrift. Prüfe innere Abstände und Wege zu jedem Ton mit der Lehrkraft. Auch eine Lösung innerhalb des Aufgabenlimits kann einen anderen Fingersatz oder eine andere Anpassung benötigen. Siehe „Fingersatzprinzipien“.

Umverteilen, Arpeggieren und Weglassen

Für einen weiten Akkord gibt es drei häufige Antworten, die nicht austauschbar sind.

Im Klaviersystem: Drei Akkordtakte, bezeichnet Aufteilen, Arpeggieren, Weglassen. Aufteilen: links E3 G3 C4, rechts E4 C5, fünf Tonhöhen auf dem Schlag. Arpeggieren: gedruckte Verteilung links E3 G3, rechts C4 E4 C5, senkrechte Wellenlinie vor dem rechten Akkord, fünf Töne zeitlich verteilt. Weglassen: links E3 G3, rechts E4 C5, C4 gar nicht gespielt, vier Töne.

Aufteilen, Arpeggieren und Weglassen nebeneinander. Die Wellenlinie im mittleren Takt ist das Arpeggiozeichen. Nur der erste erhält alle Tonhöhen und Einsatzzeiten; Arpeggieren erhält alle Tonhöhen, Weglassen alle Einsatzzeiten.

Aufteilen oder Umverteilen erhält jede Tonhöhe und jeden Einsatzzeitpunkt und ändert die ausführende Hand eines Tons. Arpeggieren erhält Tonhöhen und ändert Einsatzzeiten. Die Richtlinien der Music Encoding Initiative definieren das Arpeggiozeichen als Hinweis, Akkordtöne nacheinander statt gleichzeitig zu spielen, gewöhnlich von tief nach hoch. Das moderne Zeichen ist eine senkrechte Wellenlinie vor dem Akkord, gelegentlich „roll“ genannt. Weglassen entfernt einen Ton und ändert die Tonhöhen selbst: Hier entfällt C4.

In unserer arpeggierten Version beginnen beide linken Töne und C4 auf dem Schlag, E4 einen Viertelschlag später, C5 einen halben Schlag später. Das ist absichtlich langsam zum Sehen und Hören. Arpeggieren lässt die Hand durch den Akkord wandern, statt alle Tasten gleichzeitig zu greifen. Halte nicht die gesamte weite Form unter den Fingern aufgespannt. Welche Tasten loslassen dürfen und ob Pedal ihren Klang halten soll, hängt von der Passage ab; plane das mit der Lehrkraft. Das Zeitdiagramm zeigt Klangereignisse, nicht auf Tasten bleibende Finger.

Drei Pianorollenfelder für den ersten Schlag, je eine Tonzeile von oben C5, E4, C4, G3, E3. Aufgeteilt beginnen alle Balken auf 1. Arpeggiert beginnen C4 G3 E3 auf 1, E4 einen Viertelschlag und C5 einen halben Schlag später. Beim Weglassen beginnen alle Balken auf 1, nur die C4-Zeile bleibt leer.

Wann jeder Ton beginnt. Die Viertelschlagschritte beim Arpeggieren sind übertrieben zur Veranschaulichung; bei Viertel = 60 liegen sie absichtlich langsam eine Viertelsekunde auseinander.

Die Antwort des Royal Conservatory nennt dezentes Arpeggieren und das Weglassen von Tönen großer Akkorde als gültige Strategien und erklärt, dass Umverteilen schwierige Passagen manchmal spielbar macht. Der Konferenzbeitrag nennt Weglassen bei aufeinanderfolgenden großen Akkorden. Beide Alternativen sind daher keine Fehler. Sind beide Hände beschäftigt, kann niemand einen Ton übernehmen; Arpeggieren kann besser sein. Wichtig sind genaue Namen: Aufteilen verschiebt die Hand, Arpeggieren den Beginn, Weglassen entfernt den Ton. Was passt und welcher Ton entfallen darf, entscheidet die Lehrkraft.

Drei Karten vergleichen Tonhöhen, Zeitpunkte und Änderung. Aufteilen: alle fünf Töne auf dem Schlag, andere Hand für einen Ton. Arpeggieren: alle fünf; E3 G3 C4 beginnen gemeinsam, danach E4 und C5, also geänderte Einsatzzeiten. Weglassen: vier von fünf Tönen auf dem Schlag, veränderter Akkordklang. Zahlen beziehen sich auf den C-Akkord der Lektion.

Aufteilen, Arpeggieren, Weglassen: Was bleibt, was ändert sich? Hier arpeggiert nur rechts; links bleiben die Töne gemeinsam auf dem Schlag.

Abschnitt 3 des Blatts „Weiter Akkord?“ stellt aufgeteilte und arpeggierte Version mit Einsatztabelle und beiden Audios gegenüber.

Vier originale Anpassungen mit Lehrerentscheidungen

Vier weitere Originalakkorde folgen denselben Regeln: Bass links, oberster Ton rechts, keine Kreuzung, höchstens drei Töne und acht Halbtöne pro Hand. Jeder Pfeil zeigt den einzigen wechselnden Ton.

Im Klaviersystem: Zwei Vorher-Nachher-Paare mit Wechselpfeilen und Handspannweiten unter jedem Takt. G-Dur: gedruckt links G3 H3, rechts D4 H4 (9 Halbtöne); D4 wechselt nach links, nun links G3 H3 D4 und rechts H4 allein. F-Dur: gedruckt links F3, rechts C4 F4 A4 (9 Halbtöne); C4 wechselt nach links, nun links F3 C4 und rechts F4 A4. Internationales B entspricht deutschem H.

Zwei Anpassungen bei acht Halbtönen Limit: In G-Dur übernimmt links den ganzen Dreiklang, rechts nur den obersten Ton; in F-Dur übernimmt links die offene Quinte F3 und C4.

Die nächsten zwei Beispiele geben einen linken Ton nach rechts.

Im Klaviersystem: Zwei Vorher-Nachher-Paare mit Wechselpfeilen und Handspannweiten unter jedem Takt. d-Moll: gedruckt links A2 D3 F3 A3 (12 Halbtöne), rechts D4; A3 wechselt nach rechts, nun links A2 D3 F3, rechts A3 D4. a-Moll: gedruckt links C3 E3 A3 (9 Halbtöne), rechts E4; A3 wechselt nach rechts, nun links C3 E3, rechts A3 E4.

Zwei Anpassungen mit Abgabe links: In d-Moll begann links mit vier Tönen über 12 Halbtöne; in a-Moll mit neun und endet mit vier Halbtönen.

Hier entscheidet die Lehrkraft. Bei acht Halbtönen hat jeder Akkord genau eine zulässige Aufteilung, bei zehn jeweils zwei. G-Dur, F-Dur und a-Moll können dann gedruckt bleiben: Die weiteste Hand greift nur neun Halbtöne. Nur d-Moll braucht wegen zwölf links weiter einen Wechsel. Seine zweite Möglichkeit gibt rechts F3 A3 D4 und lässt links A2 D3. Wer zehn Halbtöne bequem greift, braucht vielleicht gar keine Änderung; andere Lehrkräfte bevorzugen wegen Fingersatz, Pedal oder Folgeakkord eine andere Aufteilung. Arpeggieren und Weglassen bleiben möglich. Bei jedem Limit bleibt: jede Tonhöhe einmal, Bass und oberster Ton in ihren Händen.

Zwei Finger ruhen auf benachbarten weißen Klaviertasten, aus niedrigem Winkel gesehen. Die Fingerspitzen liegen entspannt, dahinter verschwinden weitere weiße und schwarze Tasten unscharf.

Finger an den Tasten. Welches Limit auch gilt: Geprüft wird an der Tastatur. Zählen auf Papier liefert einen Kandidaten, Spielen zeigt seine Tauglichkeit. Foto: Hans Braxmeier, CC0, via Wikimedia Commons.

Noten markieren und Klang vergleichen

Steht die Aufteilung fest, trage sie mit Bleistift auf einer Kopie ein. Ein Pfeil und m.s. oder m.d. neben dem bewegten Ton reichen. Die Seite bleibt lesbar, du und deine Lehrkraft können revidieren. Das Blatt „Fingersatzprinzipien“ empfiehlt ebenso Zahlen mit Bleistift nahe der Note und nur an wichtigen Stellen.

Im Klaviersystem: Gedruckter Akkord in einem Takt ohne R.H./L.H.-Beschriftung wie in einer Ausgabe. Ein cyanfarbener Pfeil führt von C4 im oberen System nach unten zum Basssystem und endet neben kursivem m.s. als Bleistiftmarkierung. Hinweis rechts: Pfeil und m.s. für links neben C4 setzen, alles andere unverändert lassen.

Bleistiftmarkierung auf deiner Kopie: Pfeil und m.s. für links neben C4. Die Lehrkraft kann ändern oder radieren. Für einen rechten Ton verwende m.d.

Vergleiche jede Hand einzeln, dann gemeinsam, bei ursprünglichen Dauern und Balance. Das Handout liefert ein kontrolliertes Audiomodell.

Schlicht gedrucktes Musikbeispiel aus „Weiter Akkord? Teile den Innenton“, für den Blog neu erstellt statt Screenshot, neben einer Inhaltsliste: zwei originale, wie gedruckt gesetzte Akkorde mit zu benennendem Bass, oberstem Ton und Innentönen; aufgeteilter Akkord mit Halbtonspannweiten; arpeggierte Version mit jedem Einsatzzeitpunkt; F-Dur-Aufgabe mit gedruckter Lösung; Audio der gedruckten, aufgeteilten und arpeggierten Versionen.

Das Blatt „Weiter Akkord? Teile den Innenton“ zeigt den Akkord dieser Lektion, Aufteilung und arpeggierte Version auf einer Seite mit Audio. Gedruckte und aufgeteilte Akkorde erklingen mit gleichen Tönen und Lautstärken, damit du ihre Übereinstimmung hörst.

Probiere vor dem Zurückblicken auf Papier: links F3, rechts C4–F4–A4. Bass links, oberster Ton rechts, keine überlappenden Handbereiche, höchstens drei Töne pro Hand und sieben Halbtöne Limit. Welcher Ton wechselt, was spielt jede Hand?

Schlicht gedrucktes Beispiel aus „Verteile den Akkord neu: Erhalte jeden Klang“, für den Blog neu erstellt statt Screenshot, neben Inhaltsliste: vier Akkordkarten mit markiertem Wechselton; drei selbst aufzuteilende Akkorde mit gedruckten Limits und genau einer Lösung; vier klangveränderte Umschriften durch fehlenden, zusätzlichen, oktavfalschen oder falschen Ton; Kontrollclips erst nach der Antwort; gedruckter Lösungsschlüssel.

„Verteile den Akkord neu: Erhalte jeden Klang“: In Teilen 1 und 2 spielt jeder Kontrollclip erst das Original, dann die vorbereitete korrekte Anpassung; sie sollten gleich klingen. Die vier Umschriftclips in Teil 3 ändern absichtlich eine Tonhöhe oder die Tonzahl. Höre erst nach deiner Antwort.

Antwort: C4 nach links. Links F3–C4 umfasst sieben Halbtöne, rechts F4–A4 vier. Alle vier Tonhöhen bleiben.

Fünf Karten mit Symbol und einzeiliger Anweisung: 1 Kopieren, mit Bleistift auf einer Taktkopie arbeiten; 2 Markieren, Bass und obersten Ton einkreisen, Wechselton mit Pfeil; 3 Prüfen, vier Prüfungen, dann Hände einzeln spielen; 4 Vergleichen, Original und Aufteilung nebeneinander hören; 5 Zeigen, Lehrkraft fragen, bevor die Lösung bleibt.

Ablauf zum Eintragen einer Aufteilung: kopieren, markieren, prüfen, vergleichen, der Lehrkraft zeigen.

Kostenlose Übungsblätter für diese Lektion

Bring es zu einer Lehrkraft

Eine Papieraufteilung ist ein Vorschlag. Eine Klavierlehrkraft beobachtet deine Hand, hört gemeinsame Einsätze und wählt zwischen Aufteilen, Arpeggieren und Weglassen für dein Stück. Sinnvolle Fragen:

  • Welches Limit sollte ich derzeit für jede Hand verwenden?
  • Welchen Ton sollte ich abgeben, wenn zwei Lösungen passen?
  • Soll das Pedal die Töne verbinden, oder soll ich einige früher loslassen?
  • Gibt es eine Stelle, an der Arpeggieren besser als Aufteilen ist?

Wenn du dabei mit einer Lehrkraft arbeiten möchtest: Tissimos Klavierlehrkräfte geben live Einzelunterricht online.

Quellen

Diesen Artikel online lesen: https://tissimo.co/de/articles/piano-small-hands-chord-redistribution

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