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Titelbild für den Blogartikel Klassische Gitarre, rechte Hand: i–m über Taktlinien und Pausen fortsetzen

Klassische Gitarre, rechte Hand: i–m über Taktlinien und Pausen fortsetzen

Beginne diese Leersaitenübungen mit i und wechsle bei jedem neuen Zupfen zwischen i und m. Behalte den nächsten Finger über Pausen, Taktlinien und Saitenwechsel hinweg. Das ist unsere Überegel; in Stücken kann deine Lehrkraft einen anderen Anfangsfinger oder Fingersatz wählen.

Diese Lektion verwendet zwei eigene zweitaktige Zellen sowie kurze Lese- und Korrekturstudien. Deine Zupfhaltung sollte bereits von einer Lehrkraft geprüft sein, dein Leersaitenklang bequem. „Handout 443: Wechsle die Zupfer, nicht die Schläge“ ist eine optionale Ergänzung. „Übung 137: Welcher Finger zupft als Nächstes?“ bietet weitere Lücken, Korrekturen und Leseaufgaben. Die folgenden Artikelbeispiele funktionieren auch allein.

1. Die Regel gilt für jeden Zupfer

Bradford Werners Anfängerlektion zum Wechselschlag ermutigt, die Gewohnheit zu üben, ohne sich über gelegentlich wiederholte Finger zu ärgern. Hier wählen wir eine feste Folge, damit du jeden Zupfer planen und den Plan mit der Bewegung vergleichen kannst. Ein für ein Stück gewählter anderer Fingersatz ist eine eigene musikalische Entscheidung.

Das Schlüsselwort ist Zupfer. Ein Zupfer, auch Anschlag genannt, ist der Moment, in dem ein Finger eine Saite in Bewegung setzt. Alles andere im Takt — Pause, Taktlinie, weiterklingender Ton, eine ohne Berührung überquerte Saite — ist kein Zupfer. Nur für Zupfer gilt die Regel.

Das ist wichtig, weil Lernende die Regel oft auf Schläge statt Zupfer anwenden. In diesen 4/4-Übungen dauert eine Viertelpause wie eine Viertelnote einen Schlag. Daher scheint sie leicht einen Fingerwechsel zu „verbrauchen“. Das tut sie nicht. Der Schlag läuft weiter, der Fingerindex nicht.

Regelkarte: Mit i beginnen und bei jedem neuen Zupfer wechseln. Wiederholte Tonhöhe zählt beim erneuten Zupfen. Pausen, Taktlinien und ein weiterklingender Ton verbrauchen keinen Zug.

Unsere Überegel: Jeder neue Zupfer zählt als ein Zug; Pausen und Taktlinien verbrauchen keinen.

Nummeriere zur Verdeutlichung jeden Zupfer einer Phrase ab null. Anschlagsindex 0 ist in diesen Übungen i (Zeigefinger), Anschlagsindex 1 ist m (Mittelfinger), Index 2 wieder i und so weiter. Gerader Index = i, ungerader = m. Die Formel: finger(n) = i bei geradem n, m bei ungeradem n.

Die vorgesehene Beschriftung kannst du selbst berechnen. Für die Ausführung bitte jemanden, die Zupffinger zu beobachten, oder prüfe ein klares Video. Richtige schriftliche Antwort und richtige Bewegung sind zwei getrennte Kontrollen; nutze beide. Halte die Zupfer zeitlich gleichmäßig und ähnlich laut, die gedruckten Pausen still.

2. Auf dem Papier mitzählen

Lass deine Begleitung bei einem Versuch nur die Finger verfolgen; hört beim nächsten gemeinsam auf die Pausen. Ein Merkmal pro Versuch macht die Rückmeldung konkret. Vergleiche das Ergebnis mit den Noten, bevor du die Wiederholung auswählst.

Verfolge vor dem Spielen eine Phrase auf dem Papier. Gib ihrem ersten Zupfer Index 0. Überspringe Pausen und Taktlinien, nummeriere nur Zupfereignisse. Zahlen beschreiben Reihenfolge, nicht Schläge: Eine halbe Note bekommt eine Anschlagsnummer, obwohl sie zwei Schläge klingt. Diese Einführungsstudien enthalten keine Haltebögen oder technischen Bindungen.

Stilisierte rechte Hand: Zeigefinger cyan hervorgehoben und mit i, Mittelfinger graublau mit m beschriftet. Daumen p, Ring- und kleiner Finger hellgrau.

i bezeichnet den Zeigefinger, m den Mittelfinger. Dieses Schema benennt Finger; Haltung und Anschlagsbewegung zeigt deine Lehrkraft.

Fingerbuchstaben benennen die Zupfhand; Zahlen 1–4 links die Greiffinger. Saite 1 ist die dünnste hohe E-Saite, Saite 2 H (international B). Lasse beide hier leer. Der Daumen heißt p, spielt aber keine Begleitung. Yamahas Anfängerleitfaden nennt die Standardstimmung tief nach hoch E–A–D–G–B–E (international B = deutsches H); wir nutzen die beiden höchsten Saiten.

Wiederhole bei Bedarf das „Viertelzählen“. Zur Oktavkonvention erklärt Werners Einführung in Gitarrennotation, dass Gitarre eine Oktave unter dem notierten System klingt. Notiertes E5 im obersten Zwischenraum klingt als E4, die leere erste Saite. Notiertes H4 auf der mittleren Linie klingt als H3, die leere zweite Saite. Eingekreiste Zahlen kennzeichnen Saiten, wie Berklees Notationsleitfaden erklärt; einfache Zahlen unter unseren Noten sind Anschlagsindizes.

3. Zelle A: Drei Anschläge überschreiten die Taktlinie

Zelle A ist eine zweitaktige 4/4-Studie auf der leeren E-Saite (Saite 1, notiert E5). Takt 1 enthält drei Viertelanschläge und eine Viertelpause. Takt 2 enthält Viertelpause, halbe Note, Viertelpause. Die Phrase hat vier Zupfer. Warte in Takt 2 Schlag 1 ab, zupfe mit m auf 2, halte durch 3 und stoppe auf 4.

Zelle A im oktavierenden Violinschlüssel nach unten: Notiertes E5 im obersten Zwischenraum. Takt 1 drei E-Viertel mit i m i, dann Viertelpause. Takt 2 Viertelpause, E-Halbe m, Viertelpause. Indizes 0 1 2 3 stehen unter den Zupfern, Pausen sind als kein Zug bezeichnet. Eingekreiste 1 benennt die leere E-Saite.

Zelle A: Anschlagsindizes 0–3 laufen über zwei Pausen und eine Taktlinie weiter. Die halbe Note in Takt 2 ist ein Zupfer mit zwei Schlägen Dauer.

Verfolge die Zählung: Anschlag 0 = i, 1 = m, 2 = i. Dann Viertelpause in Takt 1 (kein Weiterschalten), Taktlinie (keines), Viertelpause in Takt 2 (keines). Der nächste Zupfer hat Index 3. Gerade oder ungerade? Ungerade: m.

Das ist die entscheidende Beobachtung. Bei der halben Note in Takt 2 beginnst du nicht neu. Die Phrase hat an der Taktlinie nicht aufgehört und neu begonnen. Die Linie ist eine Ordnungsmarke auf Papier. Die Folge läuft hindurch: 0=i, 1=m, 2=i, 3=m.

Ereignisstreifen Zelle A in Zeitfolge: i Anschlag 0, m Anschlag 1, i Anschlag 2, ein Schlag Pause, Taktlinie, ein Schlag Pause, m Anschlag 3 zwei Schläge gehalten, ein Schlag Pause. Kästchen zeigen Ereignisse statt gleicher Zeitabstände. Pausen sind Wörter, keine Notationszeichen.

Lies erst die obere, dann die untere Zeile. Nur die vier Kästchen Anschlag 0–3 verbrauchen einen Fingerzug. Pausen- und Taktlinienkästchen zeigen Ereignisse ohne zusätzliche Züge; ihre Breiten stellen keine Dauer dar.

Spiele Zelle A langsam. Sage vor jedem Zupfer „i“, „m“, „i“, dann „m“ beim Einsatz in Takt 2, obwohl Pause und Taktlinie dazwischenlagen. Greift die Hand dort instinktiv zu i, wirkt die Neustartgewohnheit. Pausiere, erkenne Index 3 als ungerade, sage „m“ und zupfe.

Prüfe nun die falsche Version. Der letzte Finger verletzt unsere Regel. Was könnte passiert sein?

Eigene zweitaktige Gitarrenstudie in 4/4: Takt 1 drei E-Viertel mit i, m, i, dann Viertelpause. Takt 2 Viertelpause, E-Halbe fälschlich mit i, Viertelpause. Der vierte Anschlag müsste m sein.

Nur der letzte Buchstabe unterscheidet sich von Zelle A: i wiederholt sich bei Index 3, wo unsere Regel m verlangt.

Das letzte i wiederholt den vorherigen Zupffinger. Eine mögliche Ursache ist, eine der zwei Pausen als Zug zu zählen; eine andere, nach der Taktlinie mit i neu zu beginnen. Zähle nur vier Zupfer: i–m–i–m. Beide Pausen zusätzlich zu zählen würde die Gerade-Ungerade-Verteilung erhalten; das falsche Etikett kann also nicht beweisen, dass beide gezählt wurden.

Zwei Vergleichsfelder für Zelle A: Geplant i m i, Pause, Taktlinie, Pause, m. Regel verletzt i m i, Pause, Taktlinie, Pause, i. Nur das letzte wiederholte i unterscheidet sich. Die Felder nennen eine falsch gezählte Pause oder Neustart mit i als mögliche Erklärungen, ohne einen Ursachenbeweis zu behaupten.

Links die geplante Folge i–m–i–m, rechts wiederholtes i beim letzten Zupfer. Eine falsch gezählte Pause ist eine mögliche Ursache; die Beschriftung allein beweist sie nicht.

4. Pausen im Detail

In diesen einstimmigen Studien verlangt eine Pause, die vorherige Saite am Pausenbeginn zu stoppen und still weiterzuzählen. Lass dir sanftes Dämpfen mit dem nächsten Finger zeigen; Berühren zum Stoppen ist kein neuer Zupfer und verbraucht keinen Wechselzug. Stoppe E in Zelle A jeweils auf Schlag 4 der Takte 1 und 2.

In unseren 4/4-Studien dauert eine Viertelpause einen Schlag, eine halbe Pause zwei. Eine Ganztaktpause hält den gesamten Takt still. Das Blatt „Die Pausen“ zeigt die Zeichen; „Die halbe Note“ wiederholt das Halten über zwei Viertelschläge.

Niedt erklärt die Bedeutung des Wechselschlags besonders in schnellen Tonleiterpassagen und bespricht Ausnahmen. In unserer langsamen Zelle A verletzt ein wiederholtes i nach der Lücke die Überegel, beweist aber für sich keinen ungleichmäßigen Rhythmus. Siehe seine Lektion zum Wechselschlag der rechten Hand.

Merke dir den nächsten Finger, ohne eine schwingende Saite vor ihrem vorgesehenen Ende zu berühren; Vorbereitung und Stoppen zeigt deine Lehrkraft. Höre den Unterschied zwischen Stoppen auf Schlag 4 und bloßem Warten auf den nächsten Zupfer. Nur zu warten lässt eine Leersaite in die notierte Stille hineinklingen. Dämpfberührung und nächster Zupfer sind getrennte Aktionen, auch mit demselben Finger.

5. Zelle B: Saitenwechsel setzen die Zählung nicht zurück

Zelle B ist eine Artikelvariation der Zweisaitenarbeit des Handouts. Sie wechselt leere H-Saite (notiert H4, international B4) und E-Saite (notiert E5). Takt 1 hat vier Viertel: H, E, H, E. Takt 2 hat zwei Anschläge: H als Viertel, E als Halbe, dann Viertelpause. Das Handout vertauscht diese zwei Tonhöhen im zweiten Takt: E-Viertel, H-Halbe, Viertelpause.

Artikelvariation Zelle B mit eingekreisten Saitenzahlen und Anschlagsindizes. Takt 1: H4-Viertel i auf Saite 2, E5-Viertel m auf Saite 1, H-Viertel i, E-Viertel m. Takt 2 H-Viertel i, E-Halbe m, Viertelpause. Sechs Anschläge nummeriert 0–5. H liegt auf der mittleren Linie, E im obersten Zwischenraum des Gitarrensystems (international B = H).

Artikelzelle B: Folge den eingekreisten Saiten 2–1–2–1, dann 2–1, während die Anschlagsindizes 0–5 weiterlaufen.

Der Fingerindex läuft 0=i, 1=m, 2=i, 3=m, 4=i, 5=m. Er startet beim Wechsel von Saite 2 zu 1 oder zurück nicht neu. Jeder Zupfer erhöht ihn weiterhin um eins.

Auf einer Saite ersetzt der nächste Zupfer natürlich die vorherige Schwingung. Beim Saitenwechsel kann H nach dem E weiterklingen. Diese Beispiele sind einstimmig: Halte jeden Ton seinen notierten Wert und lass dir zeigen, wie die alte Saite beim nächsten Ton gestoppt wird. Höre jeweils nur eine Tonhöhe. Überlappen zwei Saiten, korrigiere das Loslassen ebenso wie die Fingerfolge. Das letzte E in Zelle B dauert durch Schlag 2 und 3; Stille beginnt auf 4. Frühe Vorbereitung darf die Halbe nicht verkürzen.

Ein-Wechsel-Versuch in 4/4: vier Viertel H4 H4 E5 E5 (international B4 = H4), eingekreiste Saiten 2 2 1 1. Indizes 0 1 2 3 darunter, Fingerbuchstaben leer. Die kompakte Lösung lautet i m i m. Alle Töne auf Leersaiten.

Versuch mit einem Wechsel: Decke die kompakte Lösung ab und fülle vier Fingerlücken, bevor du H–H–E–E spielst.

Lass die Lehrkraft einen bequemen Anschlag wählen. Probiere zuerst H–H–E–E mit i–m–i–m: nur ein Saitenwechsel. Halte den Puls und beobachte, dass der Wechsel zu E die Folge nicht zurücksetzt. Probiere dann die abwechselnden Saiten hier. In Stücken kann die Lehrkraft Anfangsfinger oder Fingersatz an die Passage anpassen.

Music Marks Lehrplan für klassische Gitarre, Programme 1 B3, enthält Wechselpaare, Lehrkraftdemonstrationen, Leersaitenrhythmen und Pausen mit dem nächsten Finger. Er führt auch den Wechsel von zweiter zu erster Saite mit i zu m ein. Die folgende Ein-Wechsel-Studie isoliert einen Übergang; sie ist ein Übeschritt, kein Tempotest.

Ausgearbeitete Ein-Wechsel-Studie mit H4 H4 E5 E5 als vier Vierteln (international B4 = H4). Gitarrennotation in voller Größe mit eingekreisten Saiten 2 2 1 1, Fingerbuchstaben i m i m und ausgerichteten Indizes 0 1 2 3. Saitenwechsel zwischen zweitem und drittem Zupfer.

Ausgearbeitete Lösung: i wechselt bei Index 2 auf Saite 1, m folgt auf derselben Saite.

6. Korrekturtechnik

Die Regel lernen ist der erste Schritt. Der zweite: eine fehlerhafte Folge finden und reparieren. Suche zuerst die erste Abweichung zwischen geplanten und gedruckten Fingern, untersuche dann ihre Entstehung.

Probiere diese zwei eigenen Korrekturkarten vor Übung 137. Jede hat unter unserer Start-mit-i-Regel genau ein falsches Etikett. Finde den Anschlag und notiere vor dem Spielen den vorgesehenen Finger. Das Arbeitsblatt nutzt andere Rhythmen: Ändere bei A den vierten Anschlag von i zu m, bei B den dritten von m zu i.

Artikel-Korrekturbeispiel A, zwei 4/4-Takte auf leerem E: Takt 1 drei E-Viertel i m i, dann Viertelpause; Takt 2 Viertelpause, E-Viertel mit i, halbe Pause. Nur der vierte Zupfer, Index 3, ist falsch beschriftet. Eingekreiste 1 markiert die Saite, unter Pausen steht kein Zug.

Artikel-Korrekturkarte A: Ändere den vierten Zupfer, Index 3, von i zu m. Behalte den gedruckten Rhythmus.

Karte A hat den Fehler bei Index 3, dem vierten Zupfer. Ändere i zu m. Folgt ein Fehler auf Pause oder Taktlinie, prüfe Neustart oder als Zug gezählten stillen Schlag; prüfe auch vorherige Etiketten und den Saitenwechsel.

Artikel-Korrekturbeispiel B auf leerem E in 4/4: Takt 1 E-Viertel i, E-Viertel m, zwei Viertelpausen. Takt 2 E-Viertel m, E-Viertel m, halbe Pause. Index 2 ist falsch, Index 3 schon richtig. Saite 1 und fortlaufende Indizes stehen bei den Noten.

Artikel-Korrekturkarte B: Ändere den dritten Zupfer, Index 2, von m zu i. Das folgende m bleibt unverändert.

Karte B trennt ihre beiden Zupfpaare durch zwei Viertelpausen. Der erste Zupfer in Takt 2 hat Index 2, also ist i vorgesehen. Die Karte zeigt m, doch der nächste Anschlag sollte i sein. Das Etikett verrät die falsche Folge, nicht ihre Ursache.

Fünf Korrekturschritte: erstes falsches Etikett markieren; Zupfer ab Index 0 zählen; vorgesehene i–m-Folge prüfen; Pausen, Taktlinien und Saitenwechsel prüfen; unter Beobachtung erneut spielen. Der Untertitel fragt, wo die Folge verloren ging, ohne eine häufige Ursache zu behaupten oder gesprochene Etiketten als Bewegungsbeweis zu nehmen.

Prüfe zuerst die Anschlagszählung, frage dann, wo du die Folge verloren hast.

Die folgende Schleife prüft etwas anderes: Führe die Folge in einen zweiten Durchlauf mit anderem Anfangsfinger. Sage den Einsatz vorher voraus; eine Pause am Ende des ersten lässt den nächsten Finger unverändert.

E-Schleife mit drei Vierteln und Viertelpause in jedem von zwei Takten. Erster Durchlauf Indizes 0 1 2 mit i m i, zweiter 3 4 5 mit m i m. Durchgehend eingekreiste 1 für die Saite. Identischer Rhythmus bei wechselndem Anfangsfinger.

Dreizupfer-Schleife: erster Durchlauf i–m–i, zweiter m–i–m. Der Rhythmus wiederholt sich je Takt, der Anfangsfinger wechselt.

Nutze die fünf Schritte: falsches Etikett markieren, Index durch Zählen nur der Zupfer ab Anfang finden, richtigen Finger nach der Regel berechnen, vorausgehende Pause oder Taktlinie prüfen, dann die Phrase einmal mit laut gesprochenen Fingern spielen.

7. Die viertaktige Lesestudie

Hier eine zusätzliche viertaktige Artikel-Lesestudie mit zwölf Anschlägen, gruppiert 4 + 4 + 2 + 2. Die Fingeretiketten zeigen die Folge. Lass jemanden beim Spielen deine Hand beobachten; eine Aufnahme gesprochener Etiketten allein bestätigt keinen bewegten Finger. Übung 137 enthält eine andere Zwölfanschlags-Lektüre mit 3 + 3 + 3 + 3.

Zusätzliche Artikel-Lesestudie bei Viertel = 60 in 4/4, zwei Takte je System. Takt 1 vier E-Viertel i m i m, Takt 2 vier H-Viertel i m i m, Takt 3 E-Viertel i m und zwei Viertelpausen, Takt 4 H-Viertel i m und halbe Pause. Zwölf Indizes 0–11 und eingekreiste Saitenzahlen sind den Zupfern zugeordnet (international B = H).

Zusätzliche Artikellektüre: zwölf Anschläge, 4 + 4 + 2 + 2. Finger beobachten und Pausen still halten.

Die Studie hat zwölf Anschläge: letzter Finger m, fortlaufende Wiederholung beginnt i. Nach ungerader Anschlagszahl beginnt die nächste Wiederholung dagegen m. Setze nur dann auf i zurück, wenn du bewusst stoppst und einen neuen Versuch beginnst.

Takte 3 und 4 haben je zwei Anschläge. Anfangsindizes 8 und 10 sind beide i. Pausen lassen Zeit, fügen aber keine Fingerzüge hinzu. Stoppe E in Takt 3 auf Schlag 3, bleibe durch 4 still; stoppe H in Takt 4 auf 3 und halte zwei Schläge Stille. Verfolge diese Einsätze und probiere dann die frühere Dreizupfer-Schleife: Ihr zweiter Durchlauf beginnt m. Sie ist kurz genug, den Wechsel ohne Saitenwechsel zu beobachten.

Bitte Begleitung oder Lehrkraft zu beobachten, ob i und m wechseln, frage nach deinem Handkomfort und höre auf stetigen Puls durch die Pausen. Audio prüft Rhythmus, nicht den benutzten Finger. Gesprochene Etiketten melden deine Absicht; Beobachtung oder klares Handvideo prüft die Bewegung.

Fortsetzungsstudie in oktavierender Gitarrennotation: Takt 1 Ganztaktpause; Takt 2 vier E-Viertel, Takt 3 zwei H-Viertel und halbe Pause, Takt 4 zwei E-Viertel und halbe Pause. Finger wechseln über acht Zupfer, nummeriert 0–7. Takt 1 heißt kein Zug; Saitenzahlen unterscheiden E auf 1 von H auf 2 (international B = H).

Zähle vier stille Schläge und beginne in Takt 2 mit i. Acht Zupfer folgen; Pausen fügen keine Fingerzüge hinzu.

Die Fortsetzungsstudie beginnt mit stillem Takt, wie du es in Ensemble und Begleitung erlebst: Das Stück läuft bereits, wenn deine Phrase beginnt. Der Anfangspausentakt hat keine Anschläge; deshalb beginnt die Phrase wirklich bei Index 0 auf Schlag 1 von Takt 2. Hättest du eine vorherige, vor der Pause endende Phrase gespielt, würdest du mit dem nächsten Index nach ihrem letzten Zupfer fortsetzen. Hier ist die Pause der Anfang, es gibt keinen früheren Phrasenkontext, und Index 0 gilt.

Überoutine

Eine optionale Einheit hat drei Stufen: Zellen, Korrektur, Lesen. Ziel ist nicht schnelles Durchlaufen, sondern den Finger vor dem Zupfer zu berechnen statt zu raten.

Drei nummerierte Karten nebeneinander: 1 Zellen A und B, 5 Minuten; 2 Korrekturübung, 5 Minuten; 3 Lesestudie, 5 Minuten.

Optionaler Fünfzehn-Minuten-Plan: je fünf Minuten Zellen, Korrektur und Lesen. Wähle ein Tempo für bequeme Hand und stetigen Puls.

Decke bei den Zellen Fingeretiketten ab, nenne die Folge, decke auf und vergleiche. Übereinstimmung zeigt, dass du die Folge kennst. Weicht die Bewegung ab, verlangsame und prüfe Etikett und tatsächlich zupfenden Finger. Lass eine kurze vollständige Beobachtung vor der Rückmeldung zu, damit Erklärstopps keinen verlorenen Puls verbergen.

Berechne bei Korrekturkarten die Folge vor dem Vergleich mit gedruckten Buchstaben. Kreise die erste Abweichung ein, ändere sie, prüfe den Rest. Ein folgender wiederholter Buchstabe kann schon richtig sein, wie B zeigt: erstes m in Takt 2 zu i repariert die Folge, ohne das zweite m zu ändern.

Sage den Finger kurz vor dem Zupfer, ohne den Ton vom Schlag zu verschieben. Stört Sprechen den Puls, nenne die Finger einmal vor dem Spielen und lass deine Begleitung beobachten.

Stört lautes Zählen den Puls, probiere kurz ohne Spielen: Klopfe vier stetige Schläge je Takt und zeige auf jede Note oder Pause. Sage Finger nur bei Zupfern und zähle stille Schläge ohne erfundene Fingerzüge. Das Blatt „Die Pausen“ übt das Zählen der Stille. Nimm dann die Gitarre wieder hinzu.

Halte die Nummerierungen beim Blattvergleich auseinander. Dort beginnt der erste Anschlag mit 1, hier mit Index 0. Addiere für denselben Zupfer eins: Index 3 ist der vierte Anschlag. Der vorgesehene Finger ändert sich durch Umbenennen nicht. Lass deine Begleitung vor einer Antwortdiskussion auf die genaue Note zeigen, besonders nach einer Pause.

Eine Tissimo-Stunde gibt der Lehrkraft eine klare Aufgabe: geplante Finger beobachten, stetige Anschläge und stille Pausen hören. Sie kann eine langsame Wiederholung verfolgen und die erste Bruchstelle korrigieren helfen. Frage nach der Anpassung des Fingersatzes im nächsten Stück.

Kostenlose Arbeitsblätter für diese Lektion

Quellen

Diesen Artikel online lesen: https://tissimo.co/de/articles/classical-guitar-i-m-alternation-barline-rest

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