
Dein erstes Klavierduett: Einzählen, Zeichen geben und gemeinsam enden
Probiere die Anfangsaufgabe von Person 2: Lass deinen Partner vier Schläge spielen, während du still bleibst. Zähle weiter, blicke während Schlag 4 zur leitenden Person und setze deinen ersten Ton auf die nächste „1“. Dieser kleine Austausch ist der Beginn eines Klavierduetts: Deine Stille gehört ebenso zur Musik wie deine Töne.
Diese Lektion eignet sich für zwei Anfänger oder Schüler und Lehrkraft, an einem gemeinsamen Klavier oder zwei Keyboards im selben Raum. Ihr lernt ein eigenes achttaktiges Stück, Über die Tastatur, mit je einer Hand, ohne Pedal, gesprochenem Einzählen, sichtbaren Einsatzzeichen und Neustart bei Takt 5. Die vollständige Partitur steht unten; alles lässt sich hier ohne Aufnahme lernen.
1. Ein Duett bedeutet zwei Menschen
Jede Person folgt einer eigenen Stimme und hört der anderen zu. Ein Solopianist koordiniert beim Lesen zweier Notenzeilen zwei Hände; hier müssen zwei Menschen vereinbaren, wann die Zeit beginnt und wie sie weiterläuft. London College of Music Examinations beschreibt Klavierduettspiel als ausgewogenes Ensemble. Heute heißt Erfolg: den Puls teilen und den Partner hören, auch wenn deine Noten leichter sind.
Die obere Notenzeile gehört Person 1 mit der rechten Hand, die untere Person 2 mit der linken. Lies senkrecht ausgerichtete Takte zusammen: Während oben Takt 1 gespielt wird, ist unten ebenfalls Takt 1, als Pause. Person 2 beginnt das Stück nicht einen Takt später; ihre Stimme beginnt mit Stille. Die kleinen Zahlen über der Zeile bezeichnen Takte, nicht Finger. Folge ihnen in der vollständigen Partitur von 1 bis 8.

Lies auch nach unten: Anfangstöne und Anfangspause belegen dieselben vier Schläge. Person 1 spielt C–D–E, während Person 2 still zählt; beide erreichen Takt 2 gemeinsam. Die Zeilenbeschriftungen meinen Menschen, daher fordert die untere Zeile Person 1 nie auf, eine zweite Hand hinzuzunehmen. Alle Musikbeispiele dieser Lektion sind eigene Kompositionen.
Probiere vor dem Zusammenspiel das erste Stück aus Vom-Blatt-Spiel: Set 1. Dort prüfst du Taktart und Anfangston und zählst vor dem Spielen einen stillen Takt. Diese Gewohnheiten helfen hier. Lies zuerst deine Stimme allein; neu ist das Verfolgen eines Mitspielers, nicht das gleichzeitige Erlernen aller Noten.
Probiert vor dem Klavier ein gesprochenes Duett. Person 1 sagt „C, D, E, halten“ über vier gleichmäßige Schläge, während Person 2 leise zählt. Dann sagen beide an der nächsten Taktgrenze gemeinsam „1“. Ihr prüft, ob die pausierende Person beteiligt bleibt, ohne die klingende zu kopieren. Tauscht Aufgaben; auch mit weniger Noten trägt man volle musikalische Verantwortung.
Als Lehrkraft oder erfahrenerer Partner solltest du nicht jede Pause mit Anweisungen füllen. Zähle ein, lass die beiden Takte geschehen und besprecht danach ein Detail. Laufende Erklärungen können den Puls verdecken, dem der Anfänger folgen will. Lass ihn zwischen Versuchen auf den Einsatztakt des Partners zeigen; das prüft die Orientierung vor dem Klang.
2. Teilt die Tastatur vor dem Hinsetzen auf
Person 2 nutzt C3–G3 unter dem mittleren C, Person 1 C5–G5 darüber; C4 bezeichnet hier immer das mittlere C. Findet beide C-Tasten und spielt sie einzeln. Die Stimmen überlappen nie. Das Stück nutzt nur die weißen Tasten C, D, E, F und G; keine Kreuze oder Bes müssen ergänzt werden. Nutzt bei zwei Keyboards normale Klavierklänge und prüft, dass keine Oktavverschiebung eingeschaltet ist.

Die farbigen Bereiche verteilen Platz, nicht einzelne Notenfarben oder Dynamik. Person 2 nutzt links den unteren Fünftonbereich, Person 1 rechts den oberen. Die dazwischenliegende Oktave trennt diese Stimmen. Findet jedes C direkt links einer Zweiergruppe schwarzer Tasten und prüft vor dem Auflegen der Hand die Oktave.
An einem Klavier sitzt die tiefere Stimme links, die höhere rechts. Lasst die Lehrkraft den Sitz prüfen: Beide brauchen Platz für ihre fünf Töne, ohne über den anderen zu lehnen. Muss sich jemand auf einer Bank verdrehen oder am Rand balancieren, nutzt passende getrennte Sitze oder zwei lokale Keyboards. Stellt die Noten so auf, dass beide sie und die leitende Person sehen können.

Dies ist eine separate Platzierungsübung. Spiele jede Zeile allein mit den Namen C–D–E–F–G, danach beide zusammen. Gleiche Buchstaben gehören zu unterschiedlichen Oktaven. An beiden Händen ist 1 der Daumen und 5 der kleine Finger. Probiere über C–D–E–F–G rechts 1–2–3–4–5, links 5–4–3–2–1. Die Lehrkraft kann das anpassen. Fingerzahlen stehen in dieser Übung unter den Noten, Taktzahlen über der oberen Zeile.
Lass das Pedal während der ganzen Lektion oben, damit Pausen und Loslassen hörbar bleiben. Das Begleitblatt Klavierduett: Bereit, zählen, spielen verbindet Tastaturraum- und Zeichenplan mit einem weiteren eigenen achttaktigen Duett. Folge beim Blatt dessen Partitur; das Artikelstück ist ein separates Übungsbeispiel.
Prüft die Aufstellung leise: Jeder berührt tiefste und höchste Taste seines Bereichs, während der andere die Hand in Position hält. Niemand sollte ausweichen müssen. Dann blicken beide vom Anfangston zur leitenden Person und zurück. Versteckt der Notenständer die Geste, ändert die Aufstellung vor Einsatzübungen. Ein Zeichen sehen zu können gehört zu seiner Nützlichkeit.
Die Fünftonübung prüft auch das Lesen ohne Duettdruck. Finde zuerst C und gehe je eine weiße Taste bis G weiter. Triffst du den richtigen Buchstaben in der falschen Oktave, halte an und finde erneut das mittlere C. Verschiebe nicht die ganze Stimme zum Partner, nur weil ein vertrautes C leichter auffindbar ist.
3. Vereinbart Puls, Leitung und Einzählen
4/4 bedeutet hier vier Viertelschläge pro Takt. Eine Viertel dauert einen, eine Halbe zwei Schläge. Die Taktartlektion der University of Puget Sound zeigt, wie beide Zahlen die Einheiten bestimmen. Sage gleichmäßig „1, 2, 3, 4“, während der Partner klopft, und tauscht. Wählt ein Tempo, das beide auch im schwierigen Takt halten, nicht nur am Anfang.
In der Pulsabbildung zeigen Klammern die Dauer einer Halben, während Zahlen darunter die vergehenden Schläge zählen. Zeige beide Reihen zugleich entlang: Die Zählzeiten stimmen trotz verschiedener Anschläge überein. Diese unteren Zahlen sind Zählzeiten; die Platzierungsübung kennzeichnet ihre separaten Fingerzahlen in der Bildunterschrift.
Beginnt etwa bei Viertel = 60, falls angenehm. Bei 60 Schlägen pro Minute dauert jeder Schlag eine Sekunde, wie die Metrumlektion der University of Puget Sound erklärt. Nutzt Tempo und Metronom für die erste Klatschübung mit Klick. Ein gemeinsamer Klick genügt; zwei unabhängig laufende Metronome können ablenken.

In Takt 5 hat Person 1 drei Anschläge, Person 2 zwei, doch beide vier Schläge. Oben beginnt E auf 1, F auf 2, G auf 3; unten C auf 1 und G auf 3. Zählt den zweiten Schlag jeder Halben weiter, statt jeden neuen Ton als neuen Schlag zu behandeln. Lest die Zahlen unter jeder Zeile von links nach rechts; Klammern verbinden zweischlägiges Halten. Auf 2 und 4 hält Person 2 weiter; diese Schläge vergehen auch ohne neuen Anschlag.
Wählt für den ersten Versuch eine leitende Person. Sie prüft beider Bereitschaft und spricht vier Zählzeiten im Spieltempo. Einen Schlag nach der gesprochenen „4“ spielt Person 1 C5 auf Takt 1, Schlag 1; Person 2 zählt die gedruckte vier Schläge lange Pause. Zählt nicht langsam ein, um schnell loszuspielen. Das Einzählen legt den tatsächlichen Puls fest.

Das Einzählen liegt vor Takt 1 und fügt keinen nummerierten Takt hinzu. Person 2 hört vier vorbereitende Schläge, wartet dann weitere vier in Takt 1 und setzt in Takt 2 ein. Unterscheidet beide Zeiträume beim Üben oder Hören einer Beispielspur.
Eine didaktische Dissertation der University of Pretoria, Abschnitt 4.9.1, betont sichtbare Bereitschaft, vereinbarte Zeichen und Einzählen im Stücktempo. Probiert das: Schaut euch vor dem Zählen an. Sucht noch jemand eine Taste, wartet und zählt erneut ein.

Sprecht die Vereinbarung aus: Wer nutzt welche Tasten, wer führt, wie viele Schläge kommen vor dem Spiel und wo startet ihr nach Orientierungsverlust neu? „Neustart 5“ meint den gedruckten fünften Takt dieses Duetts, nicht fünf Schläge zählen oder dort beginnen, wo gerade jemand ist.
Ist jemand nicht bereit, hebt eine Hand, stoppt das Zählen und setzt zurück. Flüstert zunächst die folgende „1“ gemeinsam ohne Spiel und wiederholt bis zum gemeinsamen Eintreffen.
4. Zähle, während dein Partner spielt
Die Anfangspause von Person 2 füllt einen ganzen Takt, hier vier Schläge. Eine mittige Ganztaktpause bedeutet Stille für den gesamten Takt, wie das MuseScore-Handbuch erklärt; ihre Länge folgt der Taktart. Die Pausenfamilie hilft, Ganztaktpause und zweischlägige halbe Pause zu unterscheiden. Stille hat gemessene Dauer und ist keine Einladung zu beliebigem Warten.

Person 2 zählt alle vier Schläge von Takt 1, bereitet auf 4 vor und spielt C3 auf der Eins von Takt 2. Person 1 hält E5 durch 3 und 4, ohne fürs Zeichen einen Ton hinzuzufügen. Vorbereitung liegt vor dem Einsatz und darf weder Pause kürzen noch C3 auf 4 verschieben. Die Vorbereitungsmarken liegen auf 4 während Pause oder gehaltenem Ton; der Einsatz folgt auf der nächsten 1.
Lass zuerst Person 1 Takte 1–2 spielen, während Person 2 leise zählt. Im zweiten Durchgang spielt Person 2 nur Takt 2. Kommt der Einsatz spät, stoppt und klatscht beide Takte zusammen. Die ganze Pause zu zählen hilft mehr, als aus dem letzten Partnerton zu raten.

Person 1 pausiert vier Schläge in Takt 3 und kehrt auf E5 am Beginn von 4 zurück. Höre die untere E–F–G-Phrase und verfolge deine Pause. Sie ist ein hilfreicher Orientierungspunkt, doch die gezählten vier Schläge bestimmen den Einsatz. Person 2 geht in 4 weiter, statt zu warten.
Dreht die Aufgabe um: Person 1 zählt Takt 3 und hört die tiefere Melodie. Verfolge den Taktstrich auch ohne eigene Töne. Gelingt Zählen und Hören noch nicht zugleich, lass den Partner vier Schläge lang einen Ton wiederholen und kehre dann zur notierten Phrase zurück. Nutze erneut Die Pausenfamilie, falls das Pausenzeichen selbst verunsichert.
Prüfe allein: Zeige auf unteren Takt 1, zähle „1, 2, 3, 4“, zeige auf 2 und sage genau am ersten C „spielen“. Ebenso mit oberer Pause in 3 und Rückkehr in 4. Jeweils sind es vier Pausenschläge; klingende Einsätze liegen in Takt 2 für Person 2 und Takt 4 für Person 1.
Bereite den nächsten Ton beim Zählen vor, ohne die Hand darüber anzuspannen. Die Augen können der Partitur folgen und nahe dem Einsatz kurz zur Leitung sehen. Du musst nicht die ganze Pause zum Partner starren. Verlierst du beim Aufblicken den Ort, übe den Blick in einem gesprochenen Vierschlagtakt vor dem erneuten Tastaturspiel.
5. Bereite Einsatz und gemeinsamen Schluss vor
Probiere hier eine kleine vorbereitende Bewegung auf 4, die mit der nächsten 1 beim Tonbeginn ankommt. Vereinbart, welcher Bewegungspunkt die 1 markiert, und übt mit gesprochenen Zahlen. Klein genug für bequemes Spiel, deutlich genug zum Erkennen. Eine Lehrkraft kann eine andere Geste vorschlagen; diese Konvention ist unsere Übungswahl.

Die leitende Person bereitet den gemeinsamen Anfang von Takt 4 während des letzten Schlags von 3 vor. Person 1 spielt dann E5, Person 2 C3. Ein Zeichen informiert vorher über den Zeitpunkt: Warte nicht, bis du genau beim nötigen Ton ein Nicken bemerkst. Übt ohne Zusatzschlag zwischen den Takten. Folgt den zwei Phasen unter der Partitur: Vorbereitung in Takt 3 auf 4, Ankunft am vereinbarten Punkt in Takt 4 auf 1.
Forschung von Laura Bishop und Werner Goebl untersucht, wie vorbereitende Gesten Einsatzzeit und Tempo vermitteln. Sie schreibt kein universelles Anfängernicken vor. Prüft, ob euer Partner die Bewegung versteht, und behaltet sie beim Lernen dieses Stücks bei.

Die letzten C-Töne beginnen gemeinsam in Takt 8 auf 1, dauern durch 2 und enden am Beginn von 3. Danach beachten beide die halbe Pause. Der geschriebene Takt läuft nach Klangende weiter: Niemand hält C vier Schläge oder beendet vor dem Zählen der Schlussstille. Die gesetzte Marke Loslassen vorbereiten gehört auf 2, während beide halten; Loslassen markiert den Beginn von 3. Die Vorbereitung kündigt dem Folgenden den gemeinsamen Schluss an.
Übt das Ende allein. Beide spielen C auf „1“, halten durch „2“, lassen mit Beginn von „3“ los und zählen „4“ still. Zählt gemeinsam weiter. Auf 2 bereitet die Leitung mit kleiner Bewegung vor; beide lösen am Beginn von 3, dessen Zeitpunkt das Anheben markiert. Übt erst mit „1, 2, aus, 4“, dann mit beiden C-Tönen. Verlängert den Schlusston noch nicht. Ein sauberer Zweischlagschluss ist leichter zu koordinieren als ungeplantes Langsamerwerden.

Beachte die volle Dauer: vom Beginn von 1 bis zum Beginn von 3 halten, dann gemeinsam loslassen. 2 ist kein neuer Anschlag; der Schluss gehört an den Anfang von 3. Haltet den gemeinsamen Puls durch die restliche Stille. Das Zeichen bestätigt den Rhythmus, ersetzt ihn nicht durch ein unbestimmt langes Ende. Während 2 bereitet die Leitung vor; Anheben auf 3 markiert gemeinsames Lösen. Dies ist die Probenkonvention dieser Paarung, keine universelle Geste.
Hört, ob der Schlussklang einmal oder in zwei Stufen endet. Klingt ein C länger, wiederholt nur Takt 8 mit gesprochenen Zahlen. Prüft vorher, dass das Dämpferpedal am gemeinsamen Klavier beziehungsweise beiden Keyboards oben ist. Das Merkblatt Bereit, zählen, spielen markiert in seinem eigenen Duett ebenfalls einen zweischlägigen Schlusston samt Loslassen, aber an anderer Stelle des letzten Takts.
6. Findet an einem benannten Takt zurück
Ein falscher Ton heißt nicht unbedingt Orientierungsverlust. Kennst du den Schlag, lass den Fehler vorbei und spiele weiter. Kennst du den Takt nicht mehr, gilt diese Anfängerabsprache: Einer sagt „Stopp“, beide lassen los und finden Takt 5. Niemand jagt den Händen des anderen nach oder fügt Aufholschläge hinzu.

Findet Takt 5 in beiden Stimmen vor jedem Klang. Person 1 beginnt E5, Person 2 C3; nach neuem Einzählen über vier Schläge spielen beide dieselbe Eins. Dies ist ein angehaltener Probenneustart. Niemand soll vorspringen, während der andere weitergeht; frühere Taktzahlen bleiben gültig.
Finde deine Anfangstaste von Takt 5 vor dem Einzählen. Spiele 5–6 allein, dann gemeinsam mit frischem Einzählen. Übt das auch nach gelungenem Durchlauf, damit Takt 5 sicher auffindbar wird. Es ist ein Probenplan, keine Regel, jedes Duett nach einem Patzer zu stoppen.

Stoppen, finden, Bereitschaft prüfen, erneut zählen: Jeder Schritt löst etwas anderes. Stoppen beseitigt konkurrierendes Raten, Takt 5 stellt den Ort wieder her, Aufblicken bestätigt Bereitschaft, Zählen den Puls. Ohne Bereitschaftsprüfung kann selbst die richtige Taktnummer einen unsauberen Neustart erzeugen.
Nutze Duett-Zeichendetektiv zum Erkennen von Einsätzen und einem falsch platzierten Einsatz in einem zweiten Duett. Folge beim Antworten dessen Zeichenkonvention. Nutze für schriftliche Antworten die gedruckte Schlag-4-Regel; wählt mit dem Partner eine bequeme sichtbare Geste und übt vor dem Spielen.
Prüft die Erholung absichtlich: Vereinbart vor einem Lauf, nach Takt 3 zu stoppen. Beide finden 5, benennen Anfangstöne, blicken auf und zählen neu ein. Weil die Unterbrechung geplant ist, muss keiner raten, ob der andere weitergeht. Danach spielt wieder ununterbrochen und stoppt nur bei verlorenem gemeinsamen Ort.
Ein später Einsatz verlangt eine andere Diagnose als ein falscher Ton. Kommt C3 von Person 2 in Takt 2 auf 2 statt 1, fehlt der Schlag vor dem Anschlag: Übe Pause, Vorbereitung und erstes C als Einheit. Nur C zu wiederholen repariert das Timing nicht. In der Zeichendetektiv-Übung werden eingebaute späte Anschläge verkürzt, damit spätere wieder ausgerichtet sind; gehe nicht davon aus, dass ein später Ton die gesamte Spur verschiebt.
7. Übt die Stimmen und verbindet sie
Lerne zuerst oben samt stillem Takt 3. Benenne die Anfangstöne von 1, 4 und 5: C5, E5, E5. Zähle Halbe volle zwei Schläge. Wiederholen ist Üben; reserviere Vom-Blatt-Spiel: Set 1 für unbekanntes Material, wenn du eine Erstleseaufgabe möchtest.

Vollständige Stimme von Person 1. Einzählen vor Takt 1, einzige Ganztaktpause in 3, Neustart in 5. Durchgehend C5–G5, kein Handlagenwechsel nötig. Zähle beim Halten von Halben und in der letzten halben Pause weiter; mache aus keiner gehaltenen Zeit zusätzliche Anschläge. Zwei Systeme verwenden kompakten Abstand und einen einheitlichen Satz Taktzahlen über der Zeile.
Lerne unten mit vollständiger Anfangsstille. Zähle Takt 1 und spiele C3 auf der Eins von 2. Höre deine kurze E–F–G-Melodie in 3. Ist sie sicher, summt die obere Person beim unteren Spiel ihre Linie; tauscht dann die Höraufgabe.

Vollständige Stimme von Person 2. Vier vorbereitende Schläge vor der Partitur, dann vier Pausenschläge in Takt 1. Takt 3 trägt die bewegte untere Phrase während der oberen Pause. Takt 7 wiederholt G3 zweimal: Die zweite Halbe braucht auf 3 einen frischen Anschlag, anders als eine gehaltene Ganze. Zwei Systeme verwenden kompakten Abstand und einheitliche Taktzahlen über der Zeile.
Verbindet je zwei Takte, dann alle acht. Lasst für einen vollständigen Versuch dieselbe Person führen; tauscht danach, falls beide bereit sind. Spielt 3–4 zweimal. Hört in 3 E–F–G von Person 2, in 4 die Rückkehr E–D–C von Person 1. Verschwindet eine Linie gemeinsam, probiert die lautere einen leichteren Anschlag und wiederholt. Regelt bei zwei Keyboards zusätzlich die Lautstärke, damit keine Stimme die andere überdeckt.

Über die Tastatur, vollständige Partitur: acht 4/4-Takte, je eine Hand, ohne Pedal. Person 2 setzt nach einer Taktpause in 2 ein; Person 1 kehrt nach Pause in 3 bei 4 zurück. Beide starten bei Neustart gemeinsam in 5 und lösen das letzte C auf dem dritten Schlag von 8. Folgt ausgerichteten Taktstrichen statt Notenzahlen zu vergleichen. Vorbereitungsmarken liegen auf 4 während Pause oder gehaltenem Ton, Einsatz auf nächster 1. Am Ende auf 2 vorbereiten, auf 3 lösen. Zahlen unten zählen Schläge, oben Takte.
Beurteilt nach jedem Lauf ein konkretes Merkmal: Einzählen, Einsatz nach Pause oder Loslassen. Die Ensemble-Bewertungskriterien von ABRSM behandeln Interaktion, Reaktion und gehaltenes Tempo neben Notengenauigkeit als Ensemblefähigkeiten. Übernehmt diese Aufmerksamkeit ohne gegenseitige Benotung: „Wir sind in Takt 4 gemeinsam eingestiegen“, dann eine nächste Verbesserung wählen.

Lies deine Linie, folge der anderen, verbinde beide. Beende mit vollständigem Versuch, wenn die Stimmen machbar sind, inklusive vier Vorbereitungsschlägen und Schlussstille. Ist ein Einsatz unsicher, isoliere nächstes Mal den Austausch, statt durch mehr Tempo Fertigkeit vorzutäuschen.
Für eine kurze Sitzung drei Durchgänge mit verschiedenen Aufgaben: zuerst eigene Stimme spielen, während der Partner lautlos die Partitur verfolgt; dann tauschen; zuletzt gemeinsam vom Einzählen bis zum letzten stillen Schlag. Wählt dazwischen eine Verbesserung, sprecht nicht über das nächste Einzählen. Sind acht Takte heute zu viel, beendet den ersten Zweitaktaustausch sauber.
Notiert eine kurze gemeinsame Beobachtung: „Person 2 setzte auf der Eins von Takt 2 ein“ oder „Wir lösten gemeinsam auf 3“. Das sagt klarer als „gut/schlecht“, was morgen wiederholt wird. Beim Blatt Bereit, zählen, spielen lest das Ende neu: Dort beginnt die letzte Halbe auf 3 und endet nach 4. Das C im Artikel beginnt auf 1 und endet auf 3. Beide dauern zwei Schläge an verschiedenen Stellen.
Nutzt als Übertragungstest die andere Partitur des Detektivblatts. Findet vor dem Hören jeden ersten Einsatz und jede Rückkehr nach Pause und markiert Vorbereitungen nach seiner Regel. Verdeckt die umgedrehte Lösung bis nach euren Antworten. Übertragt nicht die Taktnummern dieses Artikels auf jene Partitur.
Kostenlose Arbeitsblätter für diese Lektion
- Klavierduett: Bereit, zählen, spielen — Tastaturraumplan, eigenes Duett und Plan für Beginn, Neustart und Loslassen.
- Duett-Zeichendetektiv — Einsatz- und Zeichenaufgaben mit einem zweiten eigenen Duett.
- Vom-Blatt-Spiel: Set 1 — vier kurze Sololesestücke mit vorbereitendem stillem Zählen.
- Die Pausenfamilie — Pausenformen und ein gezähltes Musikbeispiel.
- Tempo und Metronom — Tempobezeichnungen und Metronomübung mit Klatschen zuerst.
Bleibt für diese Lektion lokal: Zwei Menschen im selben Raum hören und sehen dieselben Musikereignisse unmittelbar. Demonstriert im Onlineunterricht abwechselnd die Stimmen: gewöhnliche Konferenzplattformen können Audioverzögerung verursachen, was gleichzeitiges Ensemblespiel erschwert. Eine Tissimo-Klavierlehrkraft kann eure Sitzposition prüfen, eine lokale Duettdemonstration hören und ein für beide verständliches Zeichen auswählen helfen.
Quellen
- Piano-duet teaching dissertation, section 4.9.1 — University of Pretoria
- Piano Duet — London College of Music Examinations
- Time Signature — Music Theory for the 21st-Century Classroom, University of Puget Sound
- Meter — Music Theory for the 21st-Century Classroom, University of Puget Sound
- Measure and multimeasure rests — MuseScore Studio Handbook
- Beating time: How ensemble musicians' cueing gestures communicate beat position and tempo — Bishop and Goebl
- Music Medals Assessment Criteria — ABRSM
- Low latency audio conferencing for live rehearsal — University of Michigan ITS
Diesen Artikel online lesen: https://tissimo.co/de/articles/first-piano-duet-count-in-and-cues

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